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Was ist es eigentlich, dass die Gesellschaft zusammenhält? Die Bereitschaft vieler Menschen sich zu engagieren und zwar sozial. Jeder gibt auf irgendeine Art und Weise der Gesellschaft etwas zurück, aber wie geschieht das? Und vor allem warum sollten gerade wir uns sozial engagieren? Woher kommt diese Kraft, die uns antreibt Gutes zu tun?
…bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon!
Atomunglück, Erdbeben, Überschwemmungen, schmelzende Pole, Ozonloch, Vulkanausbrüche, Finanzkrise und und und…JA, derzeit passiert mit der Welt etwas sehr Schlimmes! Basierend auf falsche Interpretationen des Maya-Kalenders wurde in der letzten Zeit immer mehr Prognosen für einen Weltuntergang verbreitet. Dank sogenannten gewissenlosen Esoterikern und auflagengeilen Medien wurde wieder einmal geschafft so viel Unsinn zu berichten, dass dieses Phänomen überhaupt zu dem gemacht wurde was es ist. Dass einige sogar ihren Job geschmissen oder den Laden nebenan geplündert haben, um sich Vorrat zu besorgen.
Einen großes Lob geht an den Regisseur Roland Emmerich und denen die auf seiner PR-Welle mitgesurft sind, denn wie gesagt: Ohne ihn wären der ganze Weltuntergang 2012 nie im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit verankert worden. Dieser heutige Tag wäre nur für diejenigen relevant, die auch seit eh und je an die ganze Maja Theorie glauben, doch für den Rest der Welt wäre dies eigentlich unbedeutend. Wie all die anderen Weltuntergänge, die immer wieder unbemerkt an uns vorbeigingen.
Also meine Lieben, wir müssen nur noch den heutigen Tag überstehen und dann haben wir es endlich geschafft, denn der ganze Rummel um den (nicht stattfindenden) Weltuntergang 2012 ist endlich vorbei.
Sie befragen dich nach der Stunde, wann sie wohl eintreten werde. Sprich: “Das Wissen darum ist bei meinem Herrn. Keiner als Er kann sie (die Stunde) zu ihrer Zeit bekanntgeben. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie soll über euch nur plötzlich hereinbrechen.” Sie befragen dich, als ob du von ihr genaue Kenntnis besäßest. Sprich: “Das Wissen darum ist bei meinem Herrn; doch die meisten Menschen wissen es nicht. 7:187
Viel zu oft und viel zu lange hören, sehen und erleben wir das Grauen in weiter Ferne. Mal sind die Hilfeschreie so laut, dass wir kaum noch unsere eigenen Worte hören und manchmal versinken sie in der Unruhe des Alltags. Die weite Ferne ist eigentlich gar nicht so weit, wie wir meistens glauben. Es gibt eigentlich keine Ferne. Sie ist in unseren Herzen. Hinter den Schleiern unserer Blicke. In den verschlossenen Mündern. Und am allermeisten ist sie in unserer ignoranten Taubheit.
Elf Monate lang warten die Muslime regelrecht auf diese 30 Tage. Und kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. So kommt es vielen jedenfalls vor. Es sind 30 Tage der Enthaltsamkeit, der eigenen Prüfung der Charakterstärke, des Glaubens. Außenstehende könnten meinen, jeder müsse glücklich über das Ende eines doch recht beschwerlichen Fastenmonats angesichts der langen Sommertage sein. Betrachtet man jedoch die Stimmung unter den Muslimen, so könnt man meinen, sie hätten einen guten Freund verloren. Und so ist es tatsächlich für viele.
„Und diejenigen, die in der Wohnstätte und im Glauben vor ihnen zu Hause waren, lieben (all die,) wer zu ihnen ausgewandert ist, und empfinden in ihren Brüsten kein Bedürfnis nach dem, was (diesen) gegeben worden ist, und sie ziehen (sie) sich selbst vor, auch wenn sie selbst Mangel erlitten. Und diejenigen, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt bleiben, das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.“ [Sure 59:9] Zeig mir mehr
Ist es nicht ein wunderbares Gefühl, anderen Menschen zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, sei es nur ein Gebet, das wir für sie an Gott richten? Blicken wir auf unsere persönlichen Erfahrungen zurück, werden die meisten von uns dieses Gefühl bestätigen können. Aber wieso ist das so? Man müsste meinen, der Mensch ist nur glücklich, wenn er zu seinem persönlichen Gewinn beitragen kann. Von der Schule, über die Ausbildung oder Studium bis hin zu unserem späteren Beruf sind wir eigentlich nur damit beschäftigt, erwerbstätig zu werden, einen gewissen Lebensstandard zu erreichen, auszubauen und zu halten und unsere persönlichen Wünsche zu erfüllen und unseren Interessen nachzugehen.
Der Monat Ramadan birgt viele Möglichkeiten uns unser Verhalten bewusst zu machen, es gegebenenfalls anzupassen und damit positiven Einfluss auf unser Ego zu nehmen. Gott sei Dank gibt es diesen Monat. Genauso wie wir unseren Tagesablauf fünf Mal am Tag unterbrechen und im Gedenken Gottes innehalten, so unterbrechen wir unser Jahr ein Mal, um uns bewusst zu werden, wer wir sind bzw. wer wir geworden sind, was der Sinn unseres Seins ist, was im letzten Jahr gut gelaufen ist und wie wir unseren Charakter und unser Verhalten in gottesdienlicher Weise verbessern, ja sogar erweitern können.








