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Unfall mit Personenschaden?

Unfall mit Personenschaden?

Wiedereinmal sitze ich in der Bahn. Der Zug ist überfüllt. Menschen kommen und gehen. Es ist ein sonniger Tag, für diesen Sommer etwas untypisch. Die Leute genießen es, wollen es ausnutzen und es verbreitet gute Laune. Ich höre Musik und betrachte zufrieden meine Umgebung.

Der Zug wird plötzlich langsamer und kommt zum stehen – „Unfall mit Personenschaden“.

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Ich faste. Ich faste. MAN, ich faste, YA!?

Ich faste. Ich faste. MAN, ich faste, YA!?

Im Park. Ich sitze unter einem Baum und starre meine Uhr in die Flucht. “Wo bleibt sie denn!?” Ich hätte ahnen sollen, dass sich auch meine Freundin nach der arabischen Zeitrechnung richtet. Das heißt, liebe Unwissende, legt prinzipiell 2 Stunden auf die genannte Uhrzeit, PLUS Anreise! Tja, und nun stehe ich hier. Selbstverschuldet, weil ich mich nicht an mein eigenes Prinzip gehalten habe. So assimiliert sind wir Kanakenkinder dann wohl doch nicht.

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Teile dein Essen, aber nicht online!

3.August 2011 |  by Fatma C.  |  Gesellschaft & Lifestyle, Sonstiges
Teile dein Essen, aber nicht online!

Vor einigen Jahren, als wir noch kleine Jungs und Mädels waren, haben wir nicht einmal unser Pausenbrot geteilt. Wir dealten mit Diddle Blättern und prahlten mit unseren Pokemon Sticker. Mittlerweile teilen wir alles, wirklich alles – aber nur online!

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Wie lange noch..?

Wie lange noch..?

Jedes Jahr auf´s Neue mache ich dieselbe Erkenntnis: Von den 24 Stunden, die uns für den Tag gegeben sind, nutzen wir mindestens 14 davon zum Essen. Mit dem gestrigen Beginn von Ramadan, ist dem Muselmann quasi ein gebündeltes Geschenk voll ZEIT gegeben worden. Nur zu oft stellt er dies jedoch beiseite. Auf den Haufen zu den anderen Päckchen voll ungenutzter Zeit.

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Tunesien. Aufbruchstimmung oder Ernüchterung?

29.Juli 2011 |  by Ahmed S.  |  Gesellschaft & Lifestyle, Sonstiges
Tunesien. Aufbruchstimmung oder Ernüchterung?

Der Anfang des Jahres 2011 sah vielversprechend aus. Der Wind, der plötzlich in Tunesien und Ägypten wehte und für Umbrüche sorgte, ließ nicht nur die Menschen in den selbigen Länder neue Hoffnung schöpfen, vielmehr waren sie Inspiration für die ganze Welt im Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Dem Ruf nach Freiheit, nach dem auch andere Länder überwiegend, aber nicht ausschließlich, aus der arabischen Welt folgten.

Nunmehr, ein halbes Jahr später, scheint der frische Wind sich in den meisten Köpfen der Menschen verflüchtigt zu haben. Zwar ist er noch in Syrien, Libyen und Jemen zu sehen. Doch hat sich aus dem Arabischen Frühling längst ein grausames Blutbad entwickelt. Die syrische Regierung geht mit brutalster Härte gegen das eigene Volk vor und verliert trotzdem von Tag zu Tag immer mehr Boden unter den Füßen. Auch aus den größten Städten schließen sich immer mehr Menschen nun den Demonstranten an. Und während des Monats Ramadan, welcher nächste Woche beginnt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass noch mehr Menschen auf die Straße gehen werden. In Libyen halten die Kämpfe weiterhin an. Erst gestern, am 28. Juli, wurde der militärische Anführer der libyschen Rebellen Abdel Fattah Younes umgebracht. Und in Jemen beharrt Ali Abdullah Saleh krampfhaft auf seine Macht, trotz der starken Brandverletzungen, die er vor einigen Monaten bei einem Anschlag erlitten hatte, die ihn völlig entstellten und wodurch er vorübergehend nach Saudi Arabien musste.

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Der Gast aus Nordafrika

25.Juli 2011 |  by Thaqib  |  Gesellschaft & Lifestyle
Der Gast aus Nordafrika

Die Arabische Revolution ist der Beginn einer neuen Ära. Dieser Neubeginn in der politischen und gesellschaftlichen Ordnung birgt sicherlich auch Ängste vor der politischen und wirtschaftlichen Zukunft. Was wäre, wenn alles am Ende doch umsonst war? Was wäre wenn die Geschichte sich doch nur wiederholen würde – und am Ende wäre es doch nur ein Diktator?

Tatsache ist, dass zumindest die nordafrikanischen Staaten Europa brauchen. Und hiermit meine ich nicht die NATO. Vielmehr würde ein liberalisierter Handel und das Aufleben des Tourismus diesen Staaten bei Reformen wirtschaftlich helfen. Denn nach wie vor finden Agrarerzeugnisse aus Nordafrika keinen Zugang zum EU-Markt, ist doch gerade der Agrarsektor, der klima- und lohnkostenbedingt am wettbewerbsfähigsten ist.

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Der 54. Afrikastaat

17.Juli 2011 |  by Thaqib  |  Gesellschaft & Lifestyle, Schlagzeilen
Der 54. Afrikastaat

Seit fast 50 Jahren herrschten blutige Bürgerkriege im größten Land Afrikas: Der Sudan. Doch nunmehr hat sich der Staat in Nord- und Südhälfte gespalten, wobei der naturreligiöse und christliche Südsudan in seiner neuen Hauptstadt Juba am 09. Juli 2011 seine Unabhängigkeit erklärte, die bereits von vielen Regierungsvertretern in der Welt, sowie vom UN-Generalsekretär Ban Ki Moon akzeptiert wurde – ebenso auch vom muslimischen Nordsudan. Der neue Cowboyhut-Präsident, im Volksmund: Der “Commander” und ehemalige Anführer der Volksbefreiungsarmee SPLA des Südsudan heißt Salva Kiir Mayardit.

Nach den Bürgerkriegen, die etwa zweieinhalb Millionen Menschenleben forderten, blüht die Hoffnung nach friedlicher Koexistenz neu auf. Doch mit dem neuen Staat, sind die alten Probleme nicht gänzlich getilgt.

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Heimat-losigkeit

24.Juni 2011 |  by Uzeyle C.  |  Gesellschaft & Lifestyle
Heimat-losigkeit

Jetzt stand das kleine Mädchen mitten im Raum und schaute neugierig in die überfüllte Runde. Sie wirkte nervös, ihre Hände schwingen unkontrolliert mal nach rechts und dann nach links. Sie wusste nicht wohin. Die Spannung in ihr wurde Sekunde um Sekunde größer. Es waren so viele neue Gesichter, unvertraut und fremd. Sie versuchte ruhig zu stehen und an die Worte ihrer Mutter zu denken. Sie sollte keine Angst haben, sie würde sich schnell an ihre neue Klasse gewöhnen, neue Freunde finden. Aber das wollte sie doch gar nicht. Sie hatte doch ihre Freunde zuhause. Zuhause. Weit weg von dem Ort, wo sie sich jetzt befand. “Ecrin ist eure neue Mitschülerin. Ich möchte, dass ihr sie nett begrüßt und sie kennenlernt. Sie ist jetzt wie ihr alle ein Teil dieser Klasse. Setz dich Ecrin.” Ecrin setzte sich an den leeren Platz in der hinteren Reihe neben ein blondes Mädchen, was ihr zulächelte und Platz machte. Nachdem sie sich setzte fühlte sie sich befreit von den Blicken, sie atmete tief durch. “Hallo Ecrin, ich bin Melissa. Woher kommst du? Wo ist deine Heimat?” Woher kam Ecrin, wo war denn jetzt ihr Zuhause. Sie versuchte auf die Frage zu antworten. Es war wie eine Matheaufgabe, die sie nicht lösen konnte. Sie wusste es nicht. Sie wusste nicht, wo sie hingehörte. Das Gefühl der Peinlichkeit überkam ihr. Sie wollte nur noch weg. Ganz weit weg, wo sie keiner finden und Fragen stellen würde.

Heimat. Was bedeutet Heimat eigentlich? Kann ein Ort Heimat sein, in dem verschiedene Kulturen aufeinander prallen und die Sprache des Landes neu erlernt werden muss? Wie sieht ein Leben zwischen zwei Stühlen aus?

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