In Deutschland werden etwa drei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr, also 36 bis 60 Euro pro Kopf, an rund 600.000 gemeinnützige Vereine und 15.000 Stiftungen gespendet. Der Deutsche Spendenrat, ein Verband von 64 Organisationen, gab für 2008 ein Spendenaufkommen von 2,16 Milliarden Euro bekannt und davon entfielen mehr als 50 Prozent auf Spender im Alter von über 60 Jahren. Ein großer Teil davon kommt von Privatpersonen, die regelmäßig spenden. Muss man erst so alt werden, um regelmäßig zu spenden? Eine Studie des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) hat ergeben, dass sich nur 25% der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren als Spender bezeichneten. Zeig mir mehr
Ehefrau, Mutter, Tochter und Schwester. Heute vor drei Jahren wurde Marwa El-Sherbini mit 18 Messerstichen im Dresdner Landgericht niedergestochen. Sie war schwanger. Ihr Mann wurde bei dem Versuch, seine Frau zu schützen, lebensgefährlich verletzt. Der kleine Sohn musste alles mit ansehen.
Der erste Tag der diesjährigen Zahnräderkonferenz ist vorbei und die ersten Stimmzettel wurden mit zitternden Händen in die Wahlurne geschoben. Nicht ohne Grund, denn immerhin stehen 4.500 Euro Preisgeld auf dem Spiel.
Mit einem lauten Seufzer wage ich den Schritt aus der Haustür. Der Regen klatscht wie aus Eimern auf mein Baumwolltuch und ich wühle hastig in meiner Tasche. Himmel, wieso ist das Ding denn schon wieder so voll? Endlich greife ich etwas schirmartiges und ziehe es zwischen Büchern, Taschentüchern und 7 verschiedenen Saison-Sorten Labello heraus. Und siehe da!…
Mein Onkel ist aus der südöstlichen Heimat angereist, um ein paar Ramadantage mit uns zu verbringen. Er ist klein, dicklich und sein dicker Schnauzer kitzelt beim Begrüßungsschmatzer. Es ist wunderbar ihn hier zu haben, denn er gehört zu der Sorte Mensch, dessen Gastgeschenk die Atmosphäre des Morgenlandes ist. Wenn Onkel Mustafa anfängt zu erzählen, kann man gar nicht anders, als sich im Schneidersitz auf den Boden zu setzen und ihm zu lauschen. Jedes Wort, das dieser Mann von sich gibt, wird im Kopf des Zuhörers lebendig.
Im Park. Ich sitze unter einem Baum und starre meine Uhr in die Flucht. “Wo bleibt sie denn!?” Ich hätte ahnen sollen, dass sich auch meine Freundin nach der arabischen Zeitrechnung richtet. Das heißt, liebe Unwissende, legt prinzipiell 2 Stunden auf die genannte Uhrzeit, PLUS Anreise! Tja, und nun stehe ich hier. Selbstverschuldet, weil ich mich nicht an mein eigenes Prinzip gehalten habe. So assimiliert sind wir Kanakenkinder dann wohl doch nicht.
Jedes Jahr auf´s Neue mache ich dieselbe Erkenntnis: Von den 24 Stunden, die uns für den Tag gegeben sind, nutzen wir mindestens 14 davon zum Essen. Mit dem gestrigen Beginn von Ramadan, ist dem Muselmann quasi ein gebündeltes Geschenk voll ZEIT gegeben worden. Nur zu oft stellt er dies jedoch beiseite. Auf den Haufen zu den anderen Päckchen voll ungenutzter Zeit.








