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Paradoxien, in denen WIR verloren sind

Paradoxien, in denen WIR verloren sind

In Paradoxien

Wir leben

Als Muslime

auf der einen

Seite Lust

auf der anderen

fromme Askese.

Desto älter ich werde, desto mehr sehe  ich die blanke, unbeschönte, ungeschminkte Seite der Gesellschaft, der Menschen, die nackten Tatsachen. Mit dem Alter verfliegt der romantische Idealismus und langsam verwandele ich mich in einen harten Realisten. Einen manchmal spöttischen, ironischen, manchmal sogar zynischen Schelm. So habe ich Momente vor allem wenn ich versuche unseren jüngeren Mitgliedern der Gesellschaft nützlich zu sein, Momente an denen ich resigniere, an denen ich die weiße Fahne zücken, mich in die Ecke setzen und ein beleidigter Kritiker zu sein wünsche.

Je älter ich werde, umso mehr bemerke ich, in was für einem Schlaraffenland ich in meinem eigenen Heim, bei meinen Eltern lebte. Wie sie mir liebevoll die Augen, die Ohren und der Mund sich von selber verschlossen. Wie wir unwissend, nicht ahnend vor uns hin leben, wo doch so viel Schlechtes um uns herum passiert. Wir sind einer Pflanze gleich, die aus guten Absichten geborgen in der Dunkelheit einer Schachtel, einem Labyrinth geworfen ist. Doch jede Pflanze wächst aus sich herau und die Zeit wird kommen, wenn der Pflanze die Dunkelheit der Unwissenheit nicht reichen wird und die Sonne aufsuchen wird. Manche werden diesen Austritt in die Öffentlichkeit nur schwer überleben. Viele werden an der Realität zerbrechen, resignieren, zu Grunde gehen. Denn diese Realität ist nicht unser Schlaraffenland, wir sind nicht darauf vorbereitet. Doch diejenigen, die dem Sturm der Realität, dem Getöse, dem Donner, der Gewalt trotzen können, werden sich an der Sonne ergötzen, strahlen werden sie, wie Perlen im Meer, so schön, so wohlriechend so wunderbar und andere werden sich an ihnen ergötzen, denn sie sind die schönsten Nelken, Tulpen, Rosen. Doch viele verdorren an den Paradoxien dieser Gesellschaft, aber vielmehr in den Paradoxien in uns. Verlieren sich im Getöse des Meeres.

Die Paradoxien, wie sollen wir sie lösen, wir kennen unser Problem doch eigentlich nicht. Ein jugendlicher Spross, wo soll er hingehen. Die Familie löst keine Probleme. Die Mutter verschließt die Augen, der Vater die Ohren, der Mund wird automatisch verschlossen. Die Probleme sind dennoch vorhanden. In der Moschee findet der Fromme keinen Halt, weil die Imame Menschen anderer Welten sind. Aus anderen Ländern, anderen Gesellschaftsstrukturen, Lebensweisen, Gedankengängen. Versucht dem Spross in einen Mantel zu zwingen, gute Absichten hat er in der Tat, doch zeigt ihm nicht sich zu schützen vor der Loreley, der alles zu sich ziehenden, zerstörenden Loreley. In Paradoxien lebt der Muslim, auf der einen Seite Lust, schamlose Nacktheit, die Loreley mit ihrem goldenen Haar, mit all ihrer Anziehungskraft und Gewalt, die verräterische Sünde, auf der anderen Seite der fromme, sich schämende, an Gottes Gebote glaubende, in diesem Sinne leben wollende, der Muslim. Viele werden mich nicht verstehen, das erwarte ich auch nicht. Diese Sprachnot ist mir eine Eigenschaft geworden. Oft sind wir Menschen anderer Welten. Doch die jungen Muslime sollten mich verstehen. Die strengen Konventionen, die unreflektiert von uns in unseren Familien und Moscheen aufgenommen werden, zerstören uns gerade in einer Gesellschaft, die so anders ist als unsere. Die ja sogar ein krasser Gegensatz ist. Nacktheit ist hier normal, bei uns der freie Nacken schon verpönt. Zu diesem Problem sagt man weit bekannt „Zwischen zwei Kulturen gefangen sein“, also kulturlos.

Haben wir uns je gefragt was diese Phrase bedeuten kann. Nur weil wir als Migranten in Deutschland leben, bedeutet das doch nicht das wie kulturlos sind, oder?

Ich denke, dass wir „Zwischen zwei Kulturen“ gefangen sind, ist eine richtige Feststellung, die ja auch die Paradoxie in unserem Leben erst ermöglicht. Auf der einen Seite von unseren Eltern und Hodschas gelehrte Kultur, nicht unbedingt der Islam, die stringente, enge Konventionen besitzt, auf der anderen Seite eine Gesellschaft, die gar keine Konventionen zu besitzen scheint, wo es nur noch wenige Tabus gibt. Gleich der Effi, die an den strengen Konventionen der Gesellschaft zerbricht, werden auch die Muslime zerbrechen, brechen, sind gebrochen, nur dass diese Gesellschaft ein größeres Konfliktpotential beinhaltet. Hier sind es zwei Kulturen die aufeinanderprallen. Von diesem Getöse und von diesem Kampf bekommt die Mehrheitsgesellschaft freilich nicht viel mit, viele Muslime sind es sich noch nicht einmal bewusst, denn dieser Konflikt tobt in uns selbst. Warum scheint der Islam der uns von unseren Gelehrten postuliert wird, keine Lösung für unsere Paradoxien zu sein, wo doch der Koran mit dem Anspruch herabgesandt wurde, dem Menschen eine eindeutige Lösung zu sein. Wo doch der Koran die Codes für das menschliche Verständnis beinhaltet. Wer kennt den Menschen denn besser als Gott, Der ihn erschaffen hat? So bezeugen wir Muslime doch gerade, dass der Koran eine Lösung für unsere Probleme ist, eine Quelle der Vernunft, der Erlösung, das Löschen der heißen Flammen in uns, die uns aufzuzehren, Stück für Stück, langsam in Qualen zu zerstören, vermag. Wie konnte dieser Koran ein Barbarenvolk zivilisieren und Rechtschaffene Wesen auf Erden, Statthalter erziehen, wo sie uns doch von unserer Kulturlosigkeit, unserer Barbarei nicht erretten kann? Das Problem kann und ist nicht der Koran! Das Problem sind gewiss wir. Wir leben nicht den Islam und erzählen auch nicht den Islam. Vorbilder, die Sterne in einer dunklen Nacht, Wegweisende in der unendlichen Irre sein sollten. Den Propheten selbst, der hellste Stern am Himmel, haben wir verdeckt mit dicken Wolken aus Ruß, ganz zu schweigen von den Freunden des Propheten, und den nachfolgenden großen Frauen und Männern der Geschichte. Wenn wir von unseren Vorfahren reden, verklären wir, schaffen Illusionen, romantisieren, erreichen eine nicht-kognitive Sphäre. Was tun wir? Wir reden nicht von Menschen. Das sind Engel. Der Prophet hat nie einen Fehler begangen. Er war ja auch kein Mensch. Der Ausspruch „Er war der Prophet, wir können nicht wie er sein“, ist allzu verständlich. Wie soll er denn Vorbild sein, wenn er kein Mensch war, sondern ein Übermensch? Warum gibt uns Allah den Propheten als bestes Beispiel für die Menschen? Tut uns Gott Ungerechtigkeit? (Gott bewahre) Was sagen wir da eigentlich? Auch seine Gefährten, die Sahabis, Perlen im tosenden Meer, aber leider auch keine Menschen. Die Gefährten des Propheten, Unantastbar, auch Übermenschen, die niemals Fehler machen. Natürlich können sie so keine Vorbilder, gute Beispiele sein, denn diese machen keine, doch der Jugendliche macht Fehler. Wie kann ein perfekter Mensch, wie die Gefährten des Propheten, denn Vorbild für unsere Kinder sein. Die Jugend macht Fehler, sie hat gesündigt, ja vielleicht Unzucht betrieben, hat Neigungen.

Wie, wie frage ich euch, soll jemand Fehlerloses, diesem verzweifelten Jungen Hoffnung sein, wie soll er an die Vergebung erinnern? Der Islam, den wir postulieren, ist kein Islam, den man leben kann. Wir haben sie aus dem Leben rausgerissen. Den Propheten heroisiert, ihn entmenschlicht, ihm seine Vorbildrolle aus der Hand gerissen. Was ist geblieben? Unantastbare Zwänge, neben dem Koran, neben der Sunna, verstockt in der Geschichte, eine Kultur, die wir Islam nennen, aber die eigentlich die Dynamik der Botschaft zu verdecken sucht und das alles, weil wir rückwärtsgewandt sind.

Wacht auf Muslime, wacht auf, wacht auf. Öffnet eure Augen, öffnet euer Herz. Die Jugend leidet, seht es doch, wir ersticken, doch ihr seid den Problemen nicht gewahr. Ihr denkt, die Welt ist ein Schlaraffenland. Dass unsere Kinder in diesen tosenden Wellen des Rheins zu ersticken drohen, seht ihr nicht. Ihr versteht eure Kinder nicht. Ihr versteht ihre Probleme nicht. Sie leben in dieser Gesellschaft und können ihre Blicke von der Loreley nicht nehmen. Sie werden am Felsen zersprengen, seht es doch. Ignoriert dieses Problem nicht. Sie wollen sich auch der süßen Verlockung hingeben, sich in die Arme der Sirene werfen, an ihren goldenen Haaren riechen, sich an ihrer Schönheit ergötzen, ihre Haut an ihrer Eigenen spüren, sie mit allen Sinnen besitzen.

Sie wollen aber auch Muslime sein und Muslime bleiben, denn die kleine Sonne, der Funken Wahrheit, die Furcht, die Zuneigung des Erschaffers zu verlieren, das bekümmert die jugendlichen Rücken. Diese schwere Last, diese Paradoxie lässt sie zerbrechen, zerbrechen an dem Felsen, der unendlichen Pein. Sie wollen die Loreley, eine verderbliche Lust, auf Zeit und Raum begrenzt im Jetzt, doch sie wollen auch den Ewigen, die Ataraxie, Befreiung außerhalb von den Dimensionen.

Schwere Vorwürfe sind die Folgen, Resignation, Depression: Gefangen zwischen zwei Kulturen.

Diese Paradoxien werden unser künftigen Nachfahren mit der Abkehr vom Islam lösen, wenn wir denn zu unfähig sind, den Islam, die Lebensweise des Propheten in unser Leben zu integrieren: Denn was könnte die Kultur des Muslims sein, wenn nicht die Sunna des Propheten. Aus der Gewalt der Kulturlosigkeit zu entfliehen und eine Neue mit der Sunna zu entwickeln, das sollte unser Anliegen sein, unsere Anstrengung sein, doch wie, das ist der Punkt an dem ich resigniere…

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Paradoxien, in denen WIR verloren sind, 5.0 out of 5 based on 1 rating

Der Autor

Kaffee ist die Leidenschaft von Ethem A. In so manch später Stunde, im Rausche eines echten mit Vollmilch aufgebrühten bosnischen Kaffees aus Sarajevo, schreibt er Texte, Kommentare, die herrlichsten Geschichten, die irrelevantesten Dinge, die reinsten Fantastereien, die dümmsten Albernheiten und die gefühlvollsten Gedichte. Dann lässt ihn der Kaffee in einen traumvollen, angenehmen Schlaf versinken.



16 Kommentare


  1. Ich glaube, Ihre Gedanken verstehen zu können, gleichwohl frage ich mich, ob diese nicht zu komplex sind angesichts der Realität.

    Die Grundfrage ist doch: Was ist richtig, was ist falsch?
    Die Gesellschaft, ob nun muslimisch oder nicht, hat sich m.E. nicht und nie verändert in ihren (heimlichen) Handlungen. Man lebt nach aussen hin ein anderes Leben, als man es in Wirklichkeit führt. Das Internet ist Fluch und Segen zugleich, weil es plötzlich die Schattenseite unseres menschlichen Daseins enthüllt. Die vorgeblich Gottesfürchtigsten werden plötzlich als bigotte Heuchler enttarnt, weil sie bei unmoralischen Handlungen erwischt und vorgeführt werden - oder entblössen sich selbst, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Wer lebt denn wirklich gemäss des Q'rans?
    Der freie Wille des Menschen entscheidet letztendlich. Und bei allem Respekt: man sollte nicht vergessen, dass der Q'ran von Menschen zu Papier gebracht wurde.
    Die ihn anschliessend nach eigenem Bedarf interpretieren.

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  2. Ich weiß der Text ist nicht leicht zu verstehen, war ja auch so gedacht. Ein Text über Paradoxien muss auch paradox wirken :D
    Aber in dem Text geht es nicht um Gottesfürchtige oder Heuchlerische Menschen. Es geht um mich, unsere Gesellschaft, unsere Freunde und Familie, ganz einfach um die Menschen, vor allem natürlich um Menschen muslimischen Glaubens.
    Es geht um Menschen die Gottesfürchtig leben wollen, doch die nicht können. Es geht um Menschen, die unter solchen Schwierigkeiten leiden und zu Grunde gehen.
    Auch geht es um Verantwortung. Was tun wir, um unseren Mitmenschen zu helfen? Wie sind unsere Vorbilder? Was vermitteln wir für eine Religion? Inwieweit lösen wir damit Probleme?

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  3. Lieber Ethem;

    tausend gefühlte Umarmungen sollen dir (ich sage einfach du)entgegen fliegen. Das ist ein sehr schöner Text...muss ich als "J" sagen.

    Allerdings habe ich die Antwort für dich: Die Loreley wird nicht die Sirene aus der Antike sein, die die, die ihr folgen, in den Abgrund zieht. Die Loreley ist die, mit deren Hilfe du ans Ufer gelangen kannst. Der Strom auf dem du schwimmst ist nicht "Islam", sondern "Kultur und Tradition", und zwar die deiner Vorväter. Wenn du auf diesem Strom zu lange schwimmst, tauchen irgendwann (um im Bild zu bleiben) am Ufer Deutsche auf, die ins Wasser spucken werden und mit Sachen nach dir werfen, weil sie sich deiner entledigen wollen.
    Du lebst schon im Land der Loreley - du willst hier bleiben; also musst du dich ein Stück weit germanisieren. Auch der Islam in Deutschland muss sich germanisieren. Die Loreley hört nicht gerne "Allah" - sie hört lieber Gott.
    Die Loreley liest nicht gerne "Q'ran" - sie liest lieber Koran.

    Die Muslime in Deutschland/Europa müssen sich nicht zwischen Islam und Westlicher Kultur, sondern zwischen der Kultur ihrer Heimatländer und der Westlichen Kultur entscheiden.

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  4. Wenn du mit Germanisieren des Islam meinst, dass wir hier eine durchweg Islamische Kultur entwickeln, die jedoch diese Kultur und die Impulse dieser Gesellschaft in sich aufnehmen kann bin ich mit deiner Meinung konform. Ich plädiere nämlich nicht dafür das wir unsere Islamische Identität aufgeben sollten, denn ich fordere das wir eine hier hin konforme islamische Identität entwickeln, die wirklich Islamisch ist.

    Die Loreley ist durchaus die Antike Sirene, die Versuchungen in dieser Gesellschaft. Die Paradoxie entsteht ja dadurch das auch die Muslime in dem Strom dieser Leidenschaften schwimmen, aber eigentlich dieser Loreley gerade wegen ihrer Überzeugungen, dem Islam, entfliehen wollen, aber nicht können. Es soll eine neue Kultur entwickelt werden, die diese Probleme in dieser Gesellschaft aufnimmt, und diese gerade islamisch löst. Die Kultur, die wir aus unserer Herkunftsländer löst ja nicht diese Probleme. Deswegen müssen wir eine durchweg islmische Kultur hier entwickeln. Mit dem Text habe ich nicht auf eine Säkularisierung des Islams plädiert, sondern eine Hinwendung zum Islam.

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    • "Islamische Identität" ?
      Die muss meiner Meinung nach erst mal entwickelt werden, eine islamische Identität in Deutschland. Wenn du diese aber gegen die Loreley abschotten willst, wird es auf kurz oder lang zu äußerst unschönen Szenen und Begebenheiten in Deutschland kommen, tut mir leid.

      Eine durchweg islamische Kultur in Deutschland ? Meinst du damit dass Deutschland seine Tradition und seine Werte, die sich zweifelsohne NICHT aus dem Islam ableiten, aufgeben muss ?

      Ich würde allgemein gerne wissen, wie du dir das vorstellst...ganz konkret.

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  5. Natürlich muss sich eine eigene islamische Dynamik in Deutschland entwickeln.

    Mit einer durchweg islamischen Kultur ist nicht Deutschland, sondern die in Deutschland lebenden Muslime gemeint. Natürlich wollen wir nicht das irgendwer seine Kultur und Traditionen aufgibt. Doch müssen wir, die Gesellschaft im Allgemeinen, also alle zusammen, eine neue Kultur aus der Alten schaffen, den wir zusammen annehmen könnten. Assimilation sollte von beiden Seiten nicht gefordert werden.

    Echt gute Frage, nach der konkreten Vorstellung, aber da resigniere ich, wie schon im Text erwähnt.
    Nur bin ich mir im Klaren, das wir diese Kultur kennen müssen.
    Demnach ist es wichtig, die Philosophie, die Literatur usw. zu studieren.
    Ich denke die jüdische Integration im 19. Jahrhundert ist ein gutes Beispiel für uns. Diese hatte als Hauptmotor die Bildung und wie jedermann weiß ist die deutsche Geschichte ohne jüdische Autoren und Wissenschaftler nicht zu denken.

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  6. "Diese Paradoxien werden unser künftigen Nachfahren mit der Abkehr vom Islam lösen"

    Das können wir alle nur hoffen.

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  7. Weiterlesen hilft natürlich.
    Provozieren kannst du gerne,
    doch der Islam hat seine eigenen Dynamiken und wird niemals seine Gültigkeit verlieren.

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  8. Herr Abdussamed,

    ich lese nur, dass wieder mal drei Islamisten in der BRD verhaftet wurden, die Leute wie mich in möglichst großer Zahl in die Luft sprengen wollten.

    Aber klar, waren sicher wieder keine "echten Muslime". Die zehntausenden Opfer pro Jahr werden ja generell von "unechten" Muslimen ermordet, die den Koran nur nicht verstanden haben.

    Ich lese, dass Zuwanderer aus dem muslimischen Kulturkreis mehr als überproportional Sozialhilfe beziehen (Libanesen übrigens zu 90 Prozent).

    Ich lese, dass ein muslimischer Mann laut Polizeistatistik 5x öfter in der Vergewaltigungsstatistik auftaucht als andere Männer, dass der Straftatbestand "Gruppenvergewaltigung" 111300 "Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3
    und 4, 178 StGB durch Gruppen" ein fast ausschließlich im türkisch-arabischen Kulturkreis beheimateter ist (türkische und arabische Jungs, die Jagd auf "deutsche Schlampen" machen, denn an die "Schwestern" kommen sie ja nicht ran, da gibts Ärger).

    Und dann komme ich zu dem Schluss, aus Selbstschutz, vor allem aus Schutz meiner Töchter: Wir sollten es Dänemark, Belgien, Holland, Frankreich, Schweden, Finnland nachmachen. Alles Länder, die geradezu der Inbegriff der Toleranz gewesen sind. Früher mal. Die wurden durch die Realität muslimischer Einwanderung eines Besseren belehrt.

    Sie sollten sich mal fragen, warum Menschen wie die Dänen, die im 2. Weltkrieg demonstrativ und mit Konsequenz des eigenen Todes in Züge gestiegen sind, die Juden deportiert hätten, die der Inbegriff der Toleranz sind, auf einmal so derart umschwenken, was die "kulturelle Bereicherung" durch den Islam angeht.

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  9. Ach ja, ich möchte niemanden hier persönlich angreifen, ich finde ihr Bemühen prinzipiell gut und lobenswert.

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  10. An dieser Stelle ist es vielleicht angebracht zu unterbrechen und ich möchte mein Kommentar auch ganz unabhängig von den vorangegangenen Meinungen loswerden:

    Mir ist schwindelig geworden beim Lesen deines Artikels und das liegt ganz sicher nicht an seiner Länge.
    So viel Emotionen und Gedanken in Worte verpackt habe ich lange nicht mehr erlebt, soweit ich es denn überhaupt schon einmal erlebt habe. Ich möchte dir damit nicht zu nahe treten, aber ich hatte das Gefühl für einen kurzen Moment einen langen Blick in dein ganz privates Tagebuch werfen zu dürfen. Dafür danke ich dir erst einmal, weil deine Gedanken wirklich wertvoll sind und sicherlich nicht nur mir zeigen, dass es auch noch andere gibt, die Ähnliches Denken oder Fühlen.
    Du schreibst: "Die Familie löst keine Probleme." Du auch nicht, tut mir leid, wenn ich dir das so direkt sage, aber während ich den Artikel gelesen habe, wartete ich gespannt und gespannter auf deinen Lösungsansatz. Auch wenn du meinst, zu resignieren, bei so viel gesellschaftlicher Analyse muss doch irgendwo ein Lösungsansatz sein?
    Eine durchweg islamische Kultur "schaffen"? Wie soll das gehen? Setzt du dich mit einigen Geschwistern an den runden Tisch und entwirfst einen Bauplan für das Gerüst der deutsch-islamischen Kultur?
    Vielleicht ist das von mir ein wenig zu simpel gedacht, aber vielleicht hilft es dir in deiner Resignation und vertreibt den Impuls mal wieder die weiße Flagge zu hissen: Das was du gerade tust, nämlich auf der Seite eines Magazins zu texten, das von muslimischen Jugendlichen in deutscher Sprache herausgegeben wird, ist bereits islamische Kultur in Deutschland. Wenn du deine eigene Ansichtsweise lebst, wenn du dich mit deinem muslimischen Hintergrund in die Gesellschaft einbringst, dann ist das schon ein Schritt zu der muslimischem Identität.
    Manchmal ist die Welt gar nicht so schlimm wie sie aussieht!

    P.S.: Falls ich dir da kurz widersprechen darf, Effi ist nicht an den starren Konventionen der Gesellschaft zerbrochen, sie hat diese nämlich gebrochen. Innstetten ist daran zerbrochen und Effi musste unter der Lieblosigkeit und Unmenschlichkeit ihrer Familie leiden. Letztendlich geht es nämlich nicht um Konventionen und Regeln, sondern um Menschlichkeit, Toleranz und gegenseitiges Verständnis, heute vielleicht noch mehr als jemals zu vor.

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  11. Ethem Abdussamed

    Ich muss dir leider auch wiedersprechen. Effi hat die Konventionen nicht begrochen und hat in ihrem Leben auch nie den Versuch dazu gemacht. Ich kann deine Sympatie zu Effi verstehen, doch Effi ist wie der Autor selbst dies bezeugt keine Revolutionärin. Der zuletzt verfilmte Effie Briest will uns diesen Trugschluss glauben lassen. Die einzige die in dem Roman Mensch ist und Mensch bleibt ist Roswitha.

    Tatsächlich habe ich ein zu negatives Bild aufgestellt, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist endlich etwas zu tun. Ich habe für mich meine Vorgehensweise für die Zukunft gefunden und in der Hinsicht resigniere ich nicht mehr. Die Lösung habe ich aus "Naruto" und zwar von seinem Lehrer den Bergeremiten Hiraya, der die Welt mit seinen Büchern versucht hat zu verändern. Wir als Muslime müssen Romane, Novellen, Dramen, Filmskripte, schreiben uns einen Weg in den Kanon der deutschen Literatur bahnen und so unsere Gedanken in diese Gesellschaft einbringen.
    Ich danke dir. Du gehörst zu den wenigen die meinen Text verstanden haben.

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  12. Mnemosyne/name erforderlich

    wie gut dass sie himmler kennen, brüder im geiste, oder? immerhin wissen sie ja wohl schon sehr genau wie er war-ich könnt nicht so agen welche religion hinter himmler stand..und das mit de rriminalstatistik zeigt ihre unfähigkeit differenziert zu denken..

    ich mein, wenn ich in australien nen apfel klaue im urlaub, dann ist das in australien ausländerkriminalität, oder? meinen sie auch, dass russische und italienische mafia ein rein islamisches problem sind? nicht?
    vermutlich würden sie auch glauben dass ich der aiser von china bin (sofern ihnen der gedanken zusagt natürlich,sonst wäre die statisti, die mein kaisertum bestätig sicherlich in ihren augen gefälscht)
    scheinorrelationen udn so.

    ich empfehle:statikstik für dummies.. leider sind da diese ekeligen dummen arabischen ziffern zusammen mit diesen griechischen symbolen.. da müssen sie sich sicher überwinden:gewalttäter und euroschmarotzer auf einmal...jajaja

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  13. @nix mercy
    "Koran, Ahadithe und Sira verlästern mutwillig die vorislamische Kultur; dabei war die gar nicht so verkehrt"
    Ihre mutwillig falschen Behauptungen werden immer mehr (oder doch einfach nur aus Unwissenheit?).
    Es ist unfassbar solch eine Aussage zu lesen... "gar nicht so verkehrt"?? Entweder sind Sie total unwissend oder Sie faseln schon wieder einfach nur so daher.

    Unkonstruktives Geschwafel ist das, was das meiste Ihrer Kommentare ausmacht. Was möchten Sie damit bezwecken? So gut wie alles was Sie von sich geben ist unhaltbar oder einfach nur eigene Meinung ohne Sinn und Zweck.
    Es lohnt sich nicht einmal Ihnen zu antworten, weil Sie nicht interessiert sind an Antworten, sondern eher auf die Reaktionen auf ihre böswilligen Provokationen.

    Wenn Sie etwas verstehen wollen (und nein, das tun Sie nämlich nicht), dann müssten Sie schon ohne Vorurteile und ohne die Sicht eines schwarz-weiß-Denkers mit verschrobenem Weltbild, mit den Menschen sprechen und hören was Sie zu sagen haben.

    Wenn Sie nicht interessiert sind an einem Dialog, sondern nur diffamieren wollen, dann sind Sie hier falsch. Kommentare, die Beschimpfungen enthalten werden nicht geduldet, und werden somit auch nicht freigeschaltet.

    Wir möchten den Autoren auch weitere überflüssigen Auseinandersetzungen ersparen, denn das nervt.

    Seien Sie auch mal ein wenig konstruktiv oder lassen es sein.

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  14. @ Ibrahim P.

    "Es ist unfassbar solch eine Aussage zu lesen… “gar nicht so verkehrt”?? "

    Hallo, das ist ein Werturteil, kein Tatsachenbericht !

    Ich sage, dass ich etwas gar nicht so verkehrt finde; ich sage nicht, dass jemand anders es gar nicht so verkehrt findet.

    "Wenn Sie etwas verstehen wollen (und nein, das tun Sie nämlich nicht)"

    Kennen Sie auch die Herzen ?*

    "Wir möchten den Autoren auch weitere überflüssigen Auseinandersetzungen ersparen."

    Die haben es gut, Ihre Autoren.

    *Wenn Sie Ihren Glauben nur einen Funken ernst nehmen, dann dürfen Sie doch nicht wegen der erstbesten Unstimmigkeit sich in die wildesten Anmaßungen und Übertreibungen stürzen. Wenn Moslems allzu häufig den Islam "übertreffen", also von Dingen, von denen sie, gem. Islam keine Kenntnis haben können, reden; wie soll man da Islam und Moslems auseinanderhalten können ?

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    • Wenn Tatsachen falsch dargestellt werden, dann ist ein Werturteil auch wertlos. Die vorislamische Zeit zu beschönigen und zu behaupten, dass sie mutwillig verlästert wird zeugt entweder von Unwissenheit und großen Wissenslücken oder von mutwilliger Falschdarstellung von Tatsachen.

      "Kennen Sie auch die Herzen ?"
      Ihre Worte sind Zeugnis genug. Anscheinend sagen Ihre Worte etwas anderes als Ihr Herz.

      Ich merke, dass Sie öfters islamische Begriffe und Formulierungen um sich werfen, was mich vermuten lässt, dass Sie sich zumindest oberflächlich mit dem Islam beschäftigt haben. Nur scheint es auch, dass Sie auch viele Missverständnise aufgenommen haben, was nicht zuletzt auch daran liegen kann, dass sie nur so vor Vorurteilen strotzen. Es ist auch generell abzuraten Wissen von Leuten zu nehmen, die Muslime dämonisieren wollen (falls man ursprünglich etwas lernen wollte), weil sie kein anderes Ziel haben als dieses, was selbstverständlich dazu führt, dass Ihr Hass steigt, ihr Wissen aber sinkt und stagniert, wenn es denn kein Halbwissen ist.

      MfG

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